Dienstag, 5. Juni 2007

Rock am Ring - Freitag

Freitag, 06:25 Uhr: Wir machten uns (viel zu früh, wie meine Müdigkeit meinte – und viel zu spät, wie die Berichte von zahlreichen Zeltplätzen ahnen ließen, die schon längst geschlossen waren) auf den Weg zu Rock am Ring 2007. Bis kurz vor Koblenz war dieser auch kein Problem, dann mussten wir einen kleinen Abstecher machen, um Donatus abzuholen. Dieser Abstecher führte uns plötzlich auf die andere Autobahn. Also musste kurzfristig improvisiert werden und der Treffpunkt mit den anderen wurde auf eine kleine Haltebucht kurz vor Nürburg verlegt.
Dann ging es im Schritttempo voran und wir kamen tatsächlich wieder auf unseren Zeltplatz von letztem Jahr: Krebsberg. (Wie sich später herausstellen würde, war das sowieso der beste). Und – es gab sogar Platz für unsere drei riesigen Zelte nebeneinander. Der Aufbau ging recht schnell von statten und nachdem ich meine Luftmatratze zum Explodieren gebracht hatte – ich bin scheinbar dazu verurteilt, auf ewig bei Rock am Ring auf dem harten Boden zu schlafen nachdem sie letztes Jahr ja auch ein Loch hatte – chillten wir noch ein wenig und staunten über die Vorteile eines großen Zeltes.

Gegen 15:15 Uhr gingen wir dann das erste Mal Richtung Festivalgelände. Eine gute halbe Stunde später kamen wir dann auch tatsächlich dort an und ein kurzer Blick genügte, um festzustellen, dass sich seit dem letzten Jahr nicht viel geändert hat.

Also auf zur Centerstage, wo gerade The Used spielen. Die interessierten uns allerdings nicht besonders und deshalb konzentrierten wir uns darauf, einen Weg nach vorne zu finden. Als The Used dann ihr Konzert beenden, wurde auch der abgesperrte Bereich vor der Bühne wieder geöffnet und wir platzierten uns mittig in angenehmer Entfernung – angenehm in Bezug auf die gute Sicht, die Bewegungsfreiheit und die kleine Entfernung zur Bühne.

Und dann begannen The Hives, unsre erste Band für dieses Jahr – und eine, von der ich mir einiges versprochen hatte. Doch die hohen Erwartungen bekamen gleich zu Beginn einen Dämpfer: Ein ziemlich schlecht abgemischter Sound, so war ich das von RAR nicht gewohnt. Und ca. eine Viertelstunde später dann der zweite Kritikpunkt: Der Sänger nervt, nervt, nervt mit seiner penetranten und arroganten Art und musste nach jedem Song seine „90.000 Hives-Fans“ beschwören: Die 10.000, die zu den 80.000 Besuchern noch fehlten, werden wohl dem aufgeblasenen Ego dieser fünf Kerle entsprechen. Nach ca. 100 mal „You love the Hives“ und einem Haufen anderthalb-Minuten-Songs war der Auftritt vorbei und eine leichte Enttäuschung blieb zurück. Schlecht war das alles nicht, aber eben auch nicht gut wie erwartet. Zwischendurch hatte es immer wieder mal geregnet aber da die Temperaturen lau waren, machte das nicht viel aus.

Doch es blieb keine Zeit, um lange nachzudenken, denn nun waren Billy Talent an der Reihe. Und die machten alles doppelt wieder gut: Technisch perfekt, tolle Songs, super Sound und ein wunderbarer Pogokreis sorgten für das erste wirkliche Highlight und das Bewusstsein: Das wird frühestens morgen getoppt.

Da wir weiterhin bei der Centerstage bleiben wollten und wir außerdem grad einen so schönen Platz hatten, schauten wir uns Muse danach auch an. Und das war auch gut so! Eine tolle Show mit vielen Lichteffekten und echt guter Musik. Vielleicht nicht ganz so eingängig und simpel wie so manches anderes, aber dafür qualitativ deutlich hochwertigerer Prog-Rock. Die Überraschung des Wochenendes.

Dann der Freitags-Headliner: Linkin Park. Ich bin kein großer Fan von ihnen, mag die Arctic Monkeys allerdings gar nicht, die parallel auf der Alternastage gespielt hätten. Also blieb ich da. Und es wurde wie erwartet ein ordentliches Konzert, aber keins, das mich vom Hocker gerissen und fasziniert hätte. Irgendwie stört mich bei ihnen immer, dass die Musik zur Hälfte aus der Konserve kommt. Aber die neuen Songs klangen live besser als mein erster Eindruck von der CD gewesen war.

Danach kamen nur noch der Heimweg und ein abendlicher Fressflash.

Eine Heizung rastet aus

Das Gegenteil von "gut" ist "gut gemeint".

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