Balinger Rockfestival - ein Nachbericht
Am Samstag stand mal wieder das Balinger Rockfestival an. Auch wenn das Lineup dieses Jahr etwas zu wünschen übrig ließ, gingen wir wieder hin – weil man halt jedes Jahr hingeht. Und weil die Location echt nett ist – total auf dem Land, am Sportplatz sind die zwei Bühnen aufgebaut. Und weil im April sonst eh kein Konzert auf dem Plan stand.
Nachdem wir „fast pünktlich“ losgekommen waren, machte ein Stau uns gleich mal einen Strich durch die Rechnung – und sorgte dafür, dass wir von Issue (Rock) nur noch zwei Songs mitbekamen. Schade, da ich die Songs im Vorfeld ganz gut fand. Ob das live bestätigt wurde, kann ich wie gesagt kaum beurteilen.
Same with Remission (Pop-Rock) aus Schweden. Die zwei, drei Lieder, die wir mitgekriegt haben, klangen ganz okay. Mehr kann ich dazu nicht sagen.
Dann war gleich eins unsrer Highlights dran, Echtzeit (Deutschrock). Guter Auftritt und nachdem sie „Zehn“ (im Original von Farin Urlaub) coverten, war das Eis auch gebrochen und die Stimmung im Publikum ganz gut. Aber irgendwas fehlt ihnen dann doch noch zu großen Wurf… ich weiß nur nicht genau, was.
Als Freequency (College-Punk) auf der Hallenbühne begannen, leerte es sich bei Echtzeit ein wenig und nachdem deren Auftritt vorbei war, gingen wir auch nach drüben. Eigentlich mag ich Freequency ja wirklich und dieser Gig war auch sicher nicht schlecht. Aber (nach „eigentlich“ kommt immer ein „aber“) die Setlist gefiel mir nicht so. Und ihre Worship-Einlagen fallen qualitativ schon sehr ab, vor allem „Better is one day“, was echt schlecht war.
Danach war für uns erstmal Vesperpause und chillen auf dem Fußballplatz nebenan angesagt. Denn in der Halle spielten unsere absoluten „Lieblinge“ Make Up Your Mind (Ska-Verschnitt mit prinzipiell okayen Ansätzen, die aber immer gleich wieder zunichte gemacht werden). Und sie erfüllten das Klischee tatsächlich, wie wir uns bei einer kurzen Stipvisite überzeugen konnten.
Im folgenden der Dialog zwischen MUYM und dem Publikum.
MUYM: „Tup de dup“
Publikum: „Oi-oi-oi!“
MUYM: „Tup de dup de dup“
Publikum: „Oi-oi-oi!“
Eins der großen Rätsel der Menschheit (neben der Frage, wer Kennedy wirklich ermordet hat und ob es Bielefeld tatsächlich gibt) bleibt, wieso die Halle bei dieser Simpel-Musik bis zur letzten Reihe gebebt hat und jeder – wirklich jeder – abging wie ein Schnitzel. Abgesehen von drei ewigen Skeptikern.
Diese gingen recht schnell weiter ins Zelt zu Arson (Metalcore). Eigentlich gute Musik (genau, EIGENTLICH), aber halt nicht so ganz meins. Gut anhörbar, nur auf Dauer etwas zu viel Geboller und Geschrei. Allerdings muss man wirklich sagen: Viel Lärm für nur drei Leute auf der Bühne ;-)
Nun stand der eigentliche Headliner auf dem Programm: Verra Cruz (Retro-Rock) aus UK. Und gleich vorneweg: Ich fand sie gut. Was Kritik allerdings nicht ausschließt: Das Urteil „langweilig“ kann ich schon teilweise nachvollziehn. Viel Geschrubbe und Solieren und wenig Interaktion mit dem Publikum. Aber nette Musik - zum Anhören und weniger zum Abgehen.
Was man von Ararat (Deutsch-Pop) weniger behaupten kann. War nicht besonders spannend, so dass wir uns nach zwei Songs wieder verzogen haben. Um noch ein wenig über Crushead zu lästern und festzustellen, dass früher alles besser war.
In der Einstellung bestätigten uns Crushead (Crunch ’n roll) dann auch – teilweise. Sie waren zwar doch besser, als ich es erwartet hätte, aber es bleibt dabei, dass viele der neueren Songs einfach nicht die nötige Qualität haben. Die meisten Besucher hat’s scheinbar nicht gestört, auch wenn ich schon begeisterteres Publikum erlebt habe.
Fazit: Wir werden alt (und musikalisch anspruchsvoller) – sind trotzdem nächstes Jahr wieder in Balingen dabei – freuen uns auf den Mai mit Springtime- und Himmelfahrtfestival – und ich schließe mit den Worten des...außergewöhnlichen Moderators:
"Julia hat Geburtstag! Sagt ihr mal Happy Birthday!"
Publikum beginnt, zu singen
"Ne, nicht singen! Das dauert zu lang. Hat noch jemand Geburtstag? Nicht? Gut, dann sind wir schneller fertig."
Bilder werden evtl. nachgereicht
Nachdem wir „fast pünktlich“ losgekommen waren, machte ein Stau uns gleich mal einen Strich durch die Rechnung – und sorgte dafür, dass wir von Issue (Rock) nur noch zwei Songs mitbekamen. Schade, da ich die Songs im Vorfeld ganz gut fand. Ob das live bestätigt wurde, kann ich wie gesagt kaum beurteilen.
Same with Remission (Pop-Rock) aus Schweden. Die zwei, drei Lieder, die wir mitgekriegt haben, klangen ganz okay. Mehr kann ich dazu nicht sagen.
Dann war gleich eins unsrer Highlights dran, Echtzeit (Deutschrock). Guter Auftritt und nachdem sie „Zehn“ (im Original von Farin Urlaub) coverten, war das Eis auch gebrochen und die Stimmung im Publikum ganz gut. Aber irgendwas fehlt ihnen dann doch noch zu großen Wurf… ich weiß nur nicht genau, was.
Als Freequency (College-Punk) auf der Hallenbühne begannen, leerte es sich bei Echtzeit ein wenig und nachdem deren Auftritt vorbei war, gingen wir auch nach drüben. Eigentlich mag ich Freequency ja wirklich und dieser Gig war auch sicher nicht schlecht. Aber (nach „eigentlich“ kommt immer ein „aber“) die Setlist gefiel mir nicht so. Und ihre Worship-Einlagen fallen qualitativ schon sehr ab, vor allem „Better is one day“, was echt schlecht war.
Danach war für uns erstmal Vesperpause und chillen auf dem Fußballplatz nebenan angesagt. Denn in der Halle spielten unsere absoluten „Lieblinge“ Make Up Your Mind (Ska-Verschnitt mit prinzipiell okayen Ansätzen, die aber immer gleich wieder zunichte gemacht werden). Und sie erfüllten das Klischee tatsächlich, wie wir uns bei einer kurzen Stipvisite überzeugen konnten.
Im folgenden der Dialog zwischen MUYM und dem Publikum.
MUYM: „Tup de dup“
Publikum: „Oi-oi-oi!“
MUYM: „Tup de dup de dup“
Publikum: „Oi-oi-oi!“
Eins der großen Rätsel der Menschheit (neben der Frage, wer Kennedy wirklich ermordet hat und ob es Bielefeld tatsächlich gibt) bleibt, wieso die Halle bei dieser Simpel-Musik bis zur letzten Reihe gebebt hat und jeder – wirklich jeder – abging wie ein Schnitzel. Abgesehen von drei ewigen Skeptikern.
Diese gingen recht schnell weiter ins Zelt zu Arson (Metalcore). Eigentlich gute Musik (genau, EIGENTLICH), aber halt nicht so ganz meins. Gut anhörbar, nur auf Dauer etwas zu viel Geboller und Geschrei. Allerdings muss man wirklich sagen: Viel Lärm für nur drei Leute auf der Bühne ;-)
Nun stand der eigentliche Headliner auf dem Programm: Verra Cruz (Retro-Rock) aus UK. Und gleich vorneweg: Ich fand sie gut. Was Kritik allerdings nicht ausschließt: Das Urteil „langweilig“ kann ich schon teilweise nachvollziehn. Viel Geschrubbe und Solieren und wenig Interaktion mit dem Publikum. Aber nette Musik - zum Anhören und weniger zum Abgehen.
Was man von Ararat (Deutsch-Pop) weniger behaupten kann. War nicht besonders spannend, so dass wir uns nach zwei Songs wieder verzogen haben. Um noch ein wenig über Crushead zu lästern und festzustellen, dass früher alles besser war.
In der Einstellung bestätigten uns Crushead (Crunch ’n roll) dann auch – teilweise. Sie waren zwar doch besser, als ich es erwartet hätte, aber es bleibt dabei, dass viele der neueren Songs einfach nicht die nötige Qualität haben. Die meisten Besucher hat’s scheinbar nicht gestört, auch wenn ich schon begeisterteres Publikum erlebt habe.
Fazit: Wir werden alt (und musikalisch anspruchsvoller) – sind trotzdem nächstes Jahr wieder in Balingen dabei – freuen uns auf den Mai mit Springtime- und Himmelfahrtfestival – und ich schließe mit den Worten des...außergewöhnlichen Moderators:
"Julia hat Geburtstag! Sagt ihr mal Happy Birthday!"
Publikum beginnt, zu singen
"Ne, nicht singen! Das dauert zu lang. Hat noch jemand Geburtstag? Nicht? Gut, dann sind wir schneller fertig."
Bilder werden evtl. nachgereicht
UlfsHeizung - 23. Apr, 16:51