Rock am Ring - Sonntag
Sonntag hatten wir vor allem eine Band auf dem Plan stehen: Die Ärzte. Und schon Samstag abend reifte in uns der Entschluss, dass wir ihnen wohl zwei große Opfer bringen würden um in den vorderen Bereich zu kommen: Erstens würden wir The Kooks verpassen, die vorher auf der Alterna spielten und zweitens würden wir uns Korn antun müssen. Und wie sich später herausstellen würde, war das das deutlich größere Opfer.
Nun aber zurück zum Nachmittag. Der perfekte Plan sah Chillen auf dem Zeltplatz vor, inklusive den Traditions-Ravioli zu Mittag. Dann um halb vier die Ankunft auf dem Gelände und erneute Shopping-Versuche, die nur zum Teil von Erfolg gekrönt waren. Und danach Durchmarschieren in den abgesperrten Bereich vor der Bühne, nachdem die letzten Töne von Sunrise Avenue verklungen waren.
Good Charlotte waren als nächstes dran und wir mussten feststellen, dass sie kaum mehr etwas mit der Band zu tun hatten, die wir damals vor drei Jahren noch ganz ordentlich fanden. Es wurden genau zwei ältere Songs gespielt und der Rest war vom neuen Müll. Ein dickes Naja von mir.
Von Velvet Revolver konnte man da mehr raubeinige Rockerseele erwarten – schließlich spielten da drei der ehemaligen Guns ’n Roses mit. Doch der Sound war mir dann ein Stück zu raubeinig: Bassiger Matsch mit viel zu lauten Drums und zu wenig Melodie. Zwanzig Minuten war das ganz nett anzusehen, dann wurde es doch etwas lang. Aber nun hab ich auch mal Slash und seine berühmten Soli gesehen und weiß, dass die hauptsächliche Daseinsberechtigung dieser Band in einem Sammelbecken abgehalfterter und verbrauchter Alt-Rockstars besteht.
Und nun kam das Grauen immer näher… die Bühne wurde umgebaut für Korn. Zwischenzeitlich sorgte Rod (seines Zeichens Bassist der Ärzte) für Abwechslung, da er sich auf der VIP-Tribüne zeigt und die Reaktion der Zuschauer erahnen ließ, dass doch einige nicht wegen Korn da waren. Doch dann begann der perkussive Lärm und schon nach wenigen Minuten waren wir so von Langeweile erschüttert, dass wir begannen, sämtliche 35 Bands, die an diesem Tag auf allen drei Bühnen mit Uhrzeit auswendig zu lernen. Und es half: Dank dieser Beschäftigungstherapie verging die Zeit wie im Flug und mit fällt zu dem Stichwort „Clubstage 00:25 Uhr“ gleich Dragonforce ein.
Die folgende Umbaupause ist nicht weiter erwähnenswert, da danach das unbestrittene Highlight des gesamten Festivals folgte: Die Ärzte. Sie waren in super Stimmung, das Publikum (von dem fast jeder vor der Center stand) war in noch besserer Stimmung und die 2:45 Stunden vergingen wie im Flug. Groß umschreiben kann ich es gar nicht, es war auf jeden Fall eines der besten Konzerte, die ich je gesehen hatte, sehr lustig und die Sitz-Laola der absolute Hammer. Als dann das letzte Lied („Gute Nacht“) angestimmt wurde, bahnte ich mir einen Weg durch die Menge und sprintete durch die menschenleere Boxengasse rüber zur Alternastage.
Denn dort sollten in diesem Moment Wir Sind Helden beginnen. Das verzögerte sich noch um einige Minuten und aus dem kleinenen Häufchen Leute, die anfangs da waren, wurde noch eine riesige Menge. Und das zu Recht! Denn abgesehen von einigen neuen Songs, die noch sehr unbekannt waren, war das nochmal ein famoses Konzert und der perfekte Abschluss für dieses Festival. Ein letztes Mal die schmerzenden Füße vergessen und, wie Arnim von den Beatsteaks so schön zu sagen pflegt, die Tanzschuhe angezogen.
Danach glücklich und zufrieden, aber mit Füßen, die so weh taten, wie noch nie zuvor, wieder auf den immer länger werdenden Weg auf unseren Zeltplatz und da den Abend bzw. die Nacht gemütlich ausklingen lassen.
Montagmorgen wachten wir zum Glück um viertel Zwölf auf, so kamen wir noch an unser Müllpfand und durften unser Zelt selbst abbauen, das hätten ansonsten die Securitys übernommen. Und anscheinend waren der Rest der Besucher tatsächlich Frühaufsteher oder sind noch in der Nacht gefahren – der Zeltplatz war wie leergefegt. Nach einem gemütlichen Frühstück und der genialen Lösung des Problems „Wie bekomme ich Nutella aufs Brot, wenn das Messer ganz unten im Kofferraum liegt?“ ging es auf dem komplikationslosen Heimweg.
Fazit:
- Jede Menge sehr geile Bands gesehen
- Die Ärzte sind live noch viel besser als ihr Ruf und diese Bildungslücke ist jetzt endlich auch mal geschlossen
- Super Stimmung im Publikum und auf dem Zeltplatz
- Peetaaaaa statt Helga!
- Damit verbunden: Der Krebsberg rockt!
- Der 6.-8. Juni 2008 ist schon vorgemerkt
- Unser nächstes Zelt muss noch größer werden...
- ...ein VW-Bus muss fürs nächste Jahr her...
- ...und eine stählerne Luftmatraze!
Nun aber zurück zum Nachmittag. Der perfekte Plan sah Chillen auf dem Zeltplatz vor, inklusive den Traditions-Ravioli zu Mittag. Dann um halb vier die Ankunft auf dem Gelände und erneute Shopping-Versuche, die nur zum Teil von Erfolg gekrönt waren. Und danach Durchmarschieren in den abgesperrten Bereich vor der Bühne, nachdem die letzten Töne von Sunrise Avenue verklungen waren.
Good Charlotte waren als nächstes dran und wir mussten feststellen, dass sie kaum mehr etwas mit der Band zu tun hatten, die wir damals vor drei Jahren noch ganz ordentlich fanden. Es wurden genau zwei ältere Songs gespielt und der Rest war vom neuen Müll. Ein dickes Naja von mir.
Von Velvet Revolver konnte man da mehr raubeinige Rockerseele erwarten – schließlich spielten da drei der ehemaligen Guns ’n Roses mit. Doch der Sound war mir dann ein Stück zu raubeinig: Bassiger Matsch mit viel zu lauten Drums und zu wenig Melodie. Zwanzig Minuten war das ganz nett anzusehen, dann wurde es doch etwas lang. Aber nun hab ich auch mal Slash und seine berühmten Soli gesehen und weiß, dass die hauptsächliche Daseinsberechtigung dieser Band in einem Sammelbecken abgehalfterter und verbrauchter Alt-Rockstars besteht.
Und nun kam das Grauen immer näher… die Bühne wurde umgebaut für Korn. Zwischenzeitlich sorgte Rod (seines Zeichens Bassist der Ärzte) für Abwechslung, da er sich auf der VIP-Tribüne zeigt und die Reaktion der Zuschauer erahnen ließ, dass doch einige nicht wegen Korn da waren. Doch dann begann der perkussive Lärm und schon nach wenigen Minuten waren wir so von Langeweile erschüttert, dass wir begannen, sämtliche 35 Bands, die an diesem Tag auf allen drei Bühnen mit Uhrzeit auswendig zu lernen. Und es half: Dank dieser Beschäftigungstherapie verging die Zeit wie im Flug und mit fällt zu dem Stichwort „Clubstage 00:25 Uhr“ gleich Dragonforce ein.
Die folgende Umbaupause ist nicht weiter erwähnenswert, da danach das unbestrittene Highlight des gesamten Festivals folgte: Die Ärzte. Sie waren in super Stimmung, das Publikum (von dem fast jeder vor der Center stand) war in noch besserer Stimmung und die 2:45 Stunden vergingen wie im Flug. Groß umschreiben kann ich es gar nicht, es war auf jeden Fall eines der besten Konzerte, die ich je gesehen hatte, sehr lustig und die Sitz-Laola der absolute Hammer. Als dann das letzte Lied („Gute Nacht“) angestimmt wurde, bahnte ich mir einen Weg durch die Menge und sprintete durch die menschenleere Boxengasse rüber zur Alternastage.
Denn dort sollten in diesem Moment Wir Sind Helden beginnen. Das verzögerte sich noch um einige Minuten und aus dem kleinenen Häufchen Leute, die anfangs da waren, wurde noch eine riesige Menge. Und das zu Recht! Denn abgesehen von einigen neuen Songs, die noch sehr unbekannt waren, war das nochmal ein famoses Konzert und der perfekte Abschluss für dieses Festival. Ein letztes Mal die schmerzenden Füße vergessen und, wie Arnim von den Beatsteaks so schön zu sagen pflegt, die Tanzschuhe angezogen.
Danach glücklich und zufrieden, aber mit Füßen, die so weh taten, wie noch nie zuvor, wieder auf den immer länger werdenden Weg auf unseren Zeltplatz und da den Abend bzw. die Nacht gemütlich ausklingen lassen.
Montagmorgen wachten wir zum Glück um viertel Zwölf auf, so kamen wir noch an unser Müllpfand und durften unser Zelt selbst abbauen, das hätten ansonsten die Securitys übernommen. Und anscheinend waren der Rest der Besucher tatsächlich Frühaufsteher oder sind noch in der Nacht gefahren – der Zeltplatz war wie leergefegt. Nach einem gemütlichen Frühstück und der genialen Lösung des Problems „Wie bekomme ich Nutella aufs Brot, wenn das Messer ganz unten im Kofferraum liegt?“ ging es auf dem komplikationslosen Heimweg.
Fazit:
- Jede Menge sehr geile Bands gesehen
- Die Ärzte sind live noch viel besser als ihr Ruf und diese Bildungslücke ist jetzt endlich auch mal geschlossen
- Super Stimmung im Publikum und auf dem Zeltplatz
- Peetaaaaa statt Helga!
- Damit verbunden: Der Krebsberg rockt!
- Der 6.-8. Juni 2008 ist schon vorgemerkt
- Unser nächstes Zelt muss noch größer werden...
- ...ein VW-Bus muss fürs nächste Jahr her...
- ...und eine stählerne Luftmatraze!
UlfsHeizung - 7. Jun, 00:20